Historisches

Die Idee zu den heutigen „Offenen Gärten – Open Gardens“  kommt aus England. Dort hatte man bereits im Jahr 1927 zum ersten Mal Privatgärten öffentlich vorgestellt. Es wurde im Andenken an Königin Alexandra der „National Gardens Scheme Charitable Trust“ errichtet. Ziel der so ins Leben gerufenen Aktion war es, attraktive Privatgärten an besonderen Tagen für Besucher zu öffnen und die eingenommenen Eintrittsgelder einem Hilfsfond für die Krankenpflege zukommen zu lassen. Auf diese Weise sollte das Schöne eines erlebnisreichen Gartenbesuches mit dem Nützlichen einer Wohltätigkeitsveranstaltung verbunden werden.

Seit nunmehr fast 90 Jahren breitet sich dieses Phänomen auch über die Grenzen des gartenverrückten Vereinigten Königreichs aus, bei dem private Personen ihre Gärten an wenigen Tagen im Jahr der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Die Aktion „Offene Gartenpforte“ wurde Anfang der 1990er Jahren in Deutschland ins Leben gerufen.

In Thüringen gibt es die „Open Gardens“ seit 2001, gegründet und aufgebaut vom gebürtigen Engländer Michael Dane. Der Gastprofessor und freischaffende Landschaftsarchitekt mit eigenem Büro in Weimar bewirtschaftet Hof und Garten in Nermsdorf bei Weimar. Es sei jedem Garteninteressierten empfohlen, sich diesen Garten anzuschauen. Hier wird Gartenkultur gelebt. Auf der Nermsdorfer Webseite ist zu lesen: „Gartenkultur meint dabei aber nicht nur den Garten, sondern vor allem, wie man dahin kommt – auf traditionelle Art und Weise. Nicht, indem man im Gartenmarkt kauft, was schön aussieht und dann pflanzt. Nicht mit einer Massenproduktion von Pflanzen aus fernen Quellen, die ohnehin nicht zu unseren Standortbedingungen und unserer Landschaft passen. Regional typische Methoden und Gewächse stehen im Vordergrund.“

Die beiden Verbände Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) und Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) bilden die übergeordnete Struktur und den rechtlichen Rahmen.